Baghlan

Im Norden Afghanistans, zu Füßen des Hindukusch-Gebirges, liegt die Provinz Baghlan, die aus 16 Distrikten besteht. Ein Großteil der Bevölkerung in Baghlan, die etwa 920.000 Menschen beträgt, spricht Dari. Baghlan gilt als Transitregion, denn sämtlicher Verkehr zwischen Kabul und den zentralasiatischen Nachbarn durchquert diese Nordprovinz. Der weitgehend schlechte Zustand vieler Straßen macht es der örtlichen Bevölkerung allerdings schwer, in die Provinzhauptstadt oder an andere Orte zu gelangen. Viele Dörfer sind außerdem nicht an die Stromversorgung angeschlossen.

In den meisten Distrikten der Provinz leben die Menschen im Wesentlichen von landwirtschaftlichen Erträgen. Die Provinzhauptstadt Pul-e Khumri blickt jedoch auch auf eine lange Bergbautradition zurück.

Die deutsche Zusammenarbeit mit Afghanistan ist seit vielen Jahren in der Provinz Baghlan aktiv. Die Programme reichen von Landwirtschaftsförderung, Wirtschaftsentwicklung, Förderung der Rechtsstaatlichkeit und Straßenbau über die Wasser- und Energieversorgung bis hin zu Verwaltungsreformen. Mit Hilfe diverser Programme konnten Erfolge erzielt und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert werden.

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Tätigkeiten der deutschen Zusammenarbeit mit Afghanistan in Baghlan.

Im Fokus

Trinkwasser für Nordafghanistan Sauberes Trinkwasser ist für die Menschen in Afghanistan ein knappes Gut. Die Versorgung mit sauberem Wasser hat sich verbessert, aber der afghanischen Bevölkerung steht oft nur verschmutztes Trinkwasser zur Verfügung. Cholera, Typhus oder Durchfallerkrankungen sind häufig die Folge. mehr
Strom für Entwicklung An zuverlässige Energieversorgung ist für die meisten Haushalte und Betriebe in Afghanistan nicht zu denken. Nur etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind an das Stromnetz angeschlossen, das ist weltweit einer der niedrigsten Werte. Besonders schlecht ist die Lage im Norden Afghanistans, wo nur wenige Städte und Dörfer Anschluss ans Stromnetz haben. mehr
Mehr Stabilität im Norden Afghanistans Im abgelegenen Norden Afghanistans sind die Lebensbedingungen schwierig. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Region leben überwiegend von Landwirtschaft und Tierzucht. Andere Arbeitsmöglichkeiten mit besseren Verdienstchancen gibt es kaum. mehr
Rechtssicherheit für Bürgerinnen und Bürger Die afghanische Verfassung, die 2004 verabschiedet wurde, garantiert Männern und Frauen die gleichen Rechte. Dies spiegelt sich auch in den von Afghanistan unterzeichneten internationalen Menschenrechtsabkommen wieder. Obwohl viele neue Gesetze und politische Programme dem Geist der neuen Rechtsordnung entsprechen, kommt deren Umsetzung nur langsam voran. mehr
Nachhaltige Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Das Wirtschaftswachstum in Afghanistan stagniert seit Jahren. Die schwierige Sicherheitslage im Land und die politische Unsicherheit wirken sich negativ auf das Investitionsklima und den Arbeitsmarkt aus. Zahlreiche Rückkehrer und Binnenvertriebene verschärfen die ohnehin angespannte Arbeitsmarktlage zusätzlich. mehr
Governance-Strukturen stärken für eine bessere Infrastruktur Die Lebensbedingungen im Norden Afghanistans sind nach wie vor schlecht. Die Mehrheit der Bevölkerung hat nur eingeschränkten Zugang zu grundlegender Infrastruktur und staatlichen Dienstleistungen. Es fehlt unter anderem an Straßen, Brücken, sauberem Trinkwasser, Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft, Energieversorgung, Hochwasserschutz und Schulen. mehr

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