Kunduz

Die Provinz Kunduz liegt im Nordosten des Landes und grenzt an Tadschikistan. Im Tal des Kunduz-Flusses lebt die Mehrheit der über eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Nur ein Drittel der Menschen wohnt in Städten. Dari, Paschtu und Usbekisch sind in der Provinz die meistgesprochenen Sprachen.

Die Provinz wird durch mehrere Herausforderungen geprägt: Obwohl Elektrizität aus Tadschikistan importiert wird, fehlt Strom in weiten Teilen der Provinz. Neben der volatilen Sicherheitslage trägt auch dies negativ zur mangelnden Bereitschaft bei, in die Region zu investieren. In der gesamten Provinz fehlt es an Beschäftigungsmöglichkeiten, sauberem Trinkwasser und Straßen.

Trotz dieser Herausforderungen verfügt die Provinz über großes Entwicklungspotenzial. Von der tadschikischen Grenze führen Straßen über den Salang-Pass nach Kabul, ebenso von Ost nach West innerhalb der Provinz. Kunduz verfügt außerdem über einen Flughafen. Klima, Böden und Bewässerungssysteme eignen sich für landwirtschaftliche Aktivitäten. Neben Baghlan ist Kunduz die ertragreichste Provinz Afghanistans. Die ebenen Gebiete nutzen die wenigen Nomadinnen und Nomaden als Weidegründe für ihre Tiere. Aufgrund der Nähe zu Tadschikistan hat sich außerdem ein traditionsreicher Handel etabliert.

Die deutsche Zusammenarbeit mit Afghanistan ist seit vielen Jahren in Kunduz aktiv. Wirtschaftsentwicklung, Bildung, Förderung der Rechtsstaatlichkeit, Kapazitätsentwicklung regionaler Regierungsorganisationen, Energie- sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung stehen dabei im Fokus der aktuellen Programme. Mit Hilfe diverser Programme konnten Erfolge erzielt und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert werden.

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Tätigkeiten der deutschen Zusammenarbeit mit Afghanistan in Kunduz.

 

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