Samangan

Die gebirgige Provinz Samangan besteht aus sieben Distrikten und befindet sich im Norden Afghanistans. Dari und Paschtu sind die verbreitetsten Sprachen. Über 90 % der über 390.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Provinz leben auf dem Land, häufig in sehr abgelegenen Regionen.

Die Menschen vor Ort generieren ihre Einnahmen hauptsächlich durch Landwirtschaft, obwohl die meisten landwirtschaftlichen Flächen nicht ausreichend bewässert sind. Dürren oder Überflutungen führen rasch zu prekären Ernährungs- und Einkommensengpässen. Neben der Landwirtschaft bieten der Kohlebergbau und der Abbau von braunem Marmor Arbeitsplätze.

Eine der größten Herausforderungen für die Bevölkerung ist der mangelhafte Zugang zu Wasser. Nur 20 % der Haushalte verfügen über sauberes Trinkwasser. Selbst die Provinzhauptstadt Aybak wird von Lastwagen mit Trinkwasser versorgt. Zahlreiche der abgeschiedenen Dörfer haben keinen Strom, keine Schulen und keine Gesundheitsversorgung. Hinzu kommen zahlreiche rückkehrende Flüchtlinge, die Unterstützung und ein Dach über dem Kopf benötigen.

Die deutsche Zusammenarbeit mit Afghanistan ist seit vielen Jahren in Samangan aktiv. Bildung, Energieversorgung, Gesundheits- und Landwirtschaftsförderung sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung stehen dabei im Fokus. Mit Hilfe diverser Programme konnten Erfolge erzielt und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert werden.

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Tätigkeiten der deutschen Zusammenarbeit mit Afghanistan in Samangan.

 

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